Die Armen als Sakrament: Wie die Erinnerung an eine Predigt Pauls VI. die Kirche verändern könnte

VON THOMAS WUNRAM CPPS

gemaeldeDer Regensburger Theologe Bernhard Bleyer hat in einem bemerkenswerten Aufsatz eine Predigt Pauls VI. herausgehoben, die 40 Jahre völlig unbeachtet war und deren Aussagen – in ihrer Tragweite ernst genommen – das Selbstverständnis unserer Kirche radikal verändern werden.

Paul predigte in San José über die Rede Jesu vom Endgericht (Mt 25,31-46), wo es heißt: „Was ihr einem meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“ Dazu sagte er den Landarbeitern: „Ihr seid ein Zeichen, ein Abbild, ein Mysterium der Gegenwart Christi. Das Sakrament der Eucharistie bietet uns seine verborgene Gegenwart an, lebendig und wirklich; ihr seid auch ein Sakrament, ein heiliges Abbild des Herrn in der Welt.“

Wohl sei die Gegenwartsweise Christi in der Eucharistie eine andere, als die in den Armen. Dennoch, so Paul VI., sei Christus in ihnen real da. Ja, das Sakrament der Armen müsse in Analogie zur Eucharistie verstanden werden. Es gehöre also zum tiefsten Geheimnis der Kirche.

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(Erschienen in kontinente-CPPS 3-09).

 
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